Der Ringkrieg Drucken
Geschrieben von: Christian   
Donnerstag, 22. Oktober 2009 um 14:28

Mit den Worten Clausewitz': „Der Krieg ist also ein Akt der Gewalt, um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen.”. (Vom Kriege, Buch I, Kapitel 1, Abschnitt 2)

Anders gesagt: Mittelerde ist uneins und vor allem nicht unter meiner Herrschaft. Lange Zeit beanspruchte Melkor den Titel als Herrscher über Mittelerde, und doch ist es ihm nie gelungen, diese Herrschaft auch tatsächlich auszuüben. Ich will nicht diskutieren, woran das gelegen haben mag. Fakt ist: Der Ring konnte es besser, und nur die Verbindung zu den Valar und den Elben, nicht die menschliche Genialität, haben die Menschen Numenors stark genug gemacht, um mein Heer in Mittelerde zu schlagen - ganz abgesehen davon dass es so viel einfacher war die Numenorer zu vernichten.

Die Akallabeth selbst hat meinem Heer die Arbeit abgenommen, die auf den Schlachtfeldern Mittelerdes zugegeben recht mühsam war. Nur der letzte Bund kam überraschend, das muss ich wohl eingestehen. Von da an waren die Kriege eher Randerscheinungen. Der Kampf Er-Murazons in Angmar hat wohl kaum Ressourcen verbraucht, die für andere Zwecke nützlicher gewesen wären. Orks wachsen von selbst in Löchern. Menschen umdrehen kostet fast nichts. Und als Ergebnis eine Zerschlagung des Königreichs von Arnor in drei Teile, von denen nur einer halbwegs organisiert die Jahrhunderte überdauert hat? Ein großartiges Ergebnis für so wenig Aufwand!

Aber der Krieg, der das Schicksal Mittelerdes besiegeln sollte, war der Ringkrieg. Ein gleichzeitiger Angriff an allen Fronten. Imladris, Lorien, Rhun, Esgaroth, Thal und selbstverständlich Gondor. Wer hätte gedacht, dass dieser Angriff scheitern kann? Er tat es, aber nur aus einem Grund: Die Vernichtunge des Ringes hat die Moral meines Heeres geschwächt.

Fortsetzung folgt.

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