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Saurons Lebensgeschichte PDF Drucken E-Mail
Herr der Ringe - Sauron
Geschrieben von: Webmaster   
Dienstag, 14. Oktober 2008 um 16:51

Alles fing damit an, das die Valar zusammen mit den Elben und  Menschen Angband (Eisenkerker), die Festung meines Meisters, geschleift haben.  Mein Meister wurde in die Zeitlose Leere verbannt, aber ich bin entkommen. Nach  tausend Jahren bin ich wieder zurückgekehrt, und habe weitere tausend Jahre  gebraucht, um meine Macht wiederherzustellen. Dann habe ich eine Idee gehabt.  Alle Völker Mittelerdes haben Schwächen, am meisten die Menschen. Deshalb habe ich beschlossen, Ringe von großer Macht zu erschaffen, und sie an die Völker zu verteilen. Ihre Gier würde für mich der Schlüssel zum Erfolg sein. Daraufhin entstand der berühmte Vers:


Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht,
Sieben den Zwergenherrschern in ihren Hallen aus Stein,
Den Sterblichen, ewig dem Tod  verfallen, neun,
Einer dem Dunklen Herrn auf dunklem Thron
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden
Im Lande Mordor, wo die  Schatten drohn.


Das Prinzip erscheint einfach. Ich tarnte  mich also als Annatar, dem Herrn der Geschenke, und ging nach Ost-in-Edhil in Eregion zu Celebrimbor von Hollin, dem damals besten Schmied der Elben. Ihn lehrte ich die Kunst des Ringeschmiedens. Er erschuf daraufhin die drei Elbenringe. So weit, so gut. Er schmiedete aber auch die sieben Zwergenringe und die neun für Menschen. Niemand erkannte mich.

Doch der König von Moria, welches damals noch Khazad-Dûm hieß, Durin der Dritte, war besorgt über das, was ihm zu Ohren kam. Er fürchtete die Ringe. Doch Celebrimbor schenkte ihm den mächtigsten der Zwergenringe, um die Freundschaft zu bewahren.

Daraufhin ging ich zurück nach Mordor, und schuf am Orodruin, dem  Schicksalsberg, einem Vulkan, der seine Hitze direkt aus der Unterwelt bezieht,  den Einen Ring .

 

In ihn ist eine Inschrift eingraviert. Sie lautet:

Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul,
ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.

Das ist in der schwarzen Sprache (Morbeth)  geschrieben und lautet übersetzt:

Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu  binden


Ich übertrug einen großen Teil meiner Macht auf den  Ring, bekam aber noch mehr Macht zurück. Inklusive der Macht, für die ich ihn geschaffen habe: Der Eine Ring verleiht Macht über die Träger der anderen 19 Ringe. Es hat leider nicht ganz funktioniert. Doch das lief folgendermaßen:

Als ich den Ring zum ersten mal an meinen Finger steckte, merkten die Elben leider sofort, was los war und verbargen die Ringe vor mir. Als ich 90 Jahre später Eregion angriff, ließ Celebrimbor die drei großen Elbenringe sofort nach Lindon, in die Hochburg des Elbenkönigs Gil-Galad bringen.

Man sagt, das Durins Ring ihn vor lauter Gier und Angst daran hinderte, den Elben das Westtor von Moria zu öffnen. Deswegen hat meine Streitmacht die Noldor von Eregion fast ausradiert. Ein paar sind entkommen, und haben Bruchtal gegründet. Während dieser Aktion habe ich 6 der Zwergenringe und alle neuen Menschenringe erobert. Ich verteilte daraufhin die Ringe in der Welt.

Die Zwerge waren zu widerstandsfähig, also führte ich ein paar hundert Jahre lang Krieg gegen sie, bis ich alle Ringe wiederhatte. Aber bei den Menschen hat es funktioniert. Neun ihrer größten Fürsten wurden die Nazgûl.  Sie wurden meine treuesten und mächtigsten Diener.
 

Mit Hilfe der Nazgûl konnte ich mein geliebtes  Mittelerde 1300 Jahre lang mit Krieg überziehen. Beiläufig habe ich dabei die Númenórer ausgetrickst, indem ich sie gegen die Valar aufgehetzt habe. Der Untergang von Númenór ermöglichte mir die  Rückkehr nach Mordor. Leider waren sich wider Erwarten Menschen und Elben einig, haben mein Heer gemeinsam besiegt und Barad-Dûr belagert. Im Jahr 3441 des 2.  Zeitalters fiel Barad-Dûr, und ich stellte mich dem Zweikampf mit Gil-Galad, dem Hochkönig der Elben. Getreu meinen Prinzipien habe ich ihn getötet. Elendil der  Lange, König von Arnor, brachte mir daraufhin aber einen schweren Treffer bei,  der mich bewußtlos machte. Im Fallen zerbrach Narsil, Elendils Schwert, mit dem  auch Aragorn später rumwedeln würde, unter meinem Gewicht, und Elendil wurde durch meine leicht überdurchschnittliche Körpertemperatur verbrannt (restlos). Sein Bengel Isildur, dessen Bruder Anárion während der Belagerung von einem herabfallenden Stein unsanft getötet wurde, schnitt mir anschließend den linken Ringfinger mit meinem geliebten Ring ab. Später verlor Isildur den Ring, aber das ist eine andere Geschichte (siehe Tolkien). Ab dem Punkt war ich nur noch ein Schatten meiner selbst. Aber 1000 Jahre später kehrte ich abermals zurück. Der Hexenkönig begann, von Angmar im Norden aus den Westmenschen das Leben  schwer zu machen (die Ostmenschen gehörten ja schon zu mir). 2000 Jahre lang passierte wenig, abgesehen davon, daß die Elben und Zwerge nahezu verschwunden  sind, ja fast zu Märchenfiguren wurden, daß Arnor vernichtet und Mordor wiederaufgebaut wurde. Dafür bin wohl ich verantwortlich.
Plötzlich - im Jahr  3017 des 3. Zeitalters tauchte der Eine Ring wieder auf - am Finger eines HOBBITS!
Daß er schon 2950 gefunden wurde, erfuhr ich erst später. Ihr könnt  euch meine Wut sicherlich vorstellen. Hinzu kommt, daß, wie im "Herrn der Ringe" ausführlich beschrieben, dieser Rotzlöffel von Halbling meinen geliebten Ring in  den Schicksalsberg schmeißt, obwohl ich zwei Jahre lang den Ringkrieg gegen alle  Anderen gleichzeitig geführt habe. Mit der Zerstörung des Rings bin ich  verschwunden. Die meisten glauben, ich sei tot. Deshalb sind auch die letzten  Worte eines Abenteures in Mittelerde: "Mensch Junge, Sauron ist tot!". Dann ist er tot, weil meine Freunde noch leben. Ich bin nur woanders.

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Aktualisiert ( Donnerstag, 16. Oktober 2008 um 13:02 )